Das Airsoft-Projekt

Als engagierte Airsoftspielerin ist mir sehr bald das fehlende Angebot an taktischer Bekleidung für Damen aufgefallen. Gerade bei zierlicher Figur ist passende Kleidung eher schwierig. Jede Frau in der Bundeswehr- oder Airsoftszene weiß das.

Recherchen zufolge, ist die eher kleine Zahl an Frauen in diesen Bereichen ein allgemeines Problem. Auf Frauen waren diese Institutionen nicht eingestellt. Die Bundeswehr reagierte mit „Unisex“-Uniformen: nur die Bezeichnung ändert leider nichts an der Passform.
Viele amerikanische Bekleidungshersteller reagierten jedoch mit Uniformen für Frauen: leider nicht sehr lange. Der Absatz an Damenbekleidung war im Verhältnis doch eher gering, so dass die sowieso schon kleine Auswahl immer weiter schrumpfte. Mittlerweile gibt es nur noch eine handvoll Angebote, meist jedoch in unifarben und/oder von schlechter Qualität.

Mich beschäftigte jedoch in erster Linie das „Taktische“. Sehr bald gewöhnte ich mir an, bei Tagessspielen wenig bis nichts zu trinken, um nicht auf Toilette zu müssen. Glücklicherweise benötigt mein Organismus nicht viel Wasser, was aber nicht bei jeder Frau der Fall ist. Spätestens bei den großen Spielen wurde ich mir dieses Nachteils bewusst. Jede Frau weiß: Wo ein Mann einfach seinen Hosenstall öffnet, legen wir erst einmal unsere gesamte Gear ab...

Weitere Nachforschungen ergaben, dass das sogar ein großes Problem in unserer Bundeswehr ist. Auch dort verzichten die Frauen auf großen Märschen auf Trinkwasser, um nicht auf die Toilette zu müssen, was sie, da sie ja bereits von Natur aus körperlich im Nachteil sind, weiter einschränkt.

Der Entschluss war bald gefasst. Eine Frauenuniform muss her, die unseren Bedürfnissen gerecht wird. TANK WARE war geboren.

Seither arbeite ich an einer taktischen Uniform für Frauen. Die erste Idee dahinter: Die Urinella-Anwendung. Es muss doch eine Möglichkeit geben, eine Uniform zu konzipieren, die uns den kleinen Toilettengang ähnlich einfach macht, wie den Männern. Bereits meine ersten Versuche waren erfolgreich. Durch die Kombination einer modifizierten Hose und eines Combat-Bodys, ist die Anwendung einer Urinella so einfach, dass man nichts ablegen muss. Der Schnitt wird mit Hilfe von eigenen Beta-Tests und dem Fachwissen einer Meisterin immer weiter verfeinert, kann aber auch jetzt schon mit Tactical-Coolness glänzen.

Das A-Tacs-Projekt

Es gibt so viele unterschiedliche offizielle Camouflagemuster, da kann man schon mal den Überblick verlieren. Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden, aber im Airsoftbereich geht es nicht nur um den Geschmack. Da geht es ums „Tactical“-sein.

Auch da gehen die Meinungen weit auseinander. Mit erschreckender Geschwindigkeit verbreitete sich das amerikanische „Multicam“, das man plötzlich überall sah. Verschriehen sind dagegen alle deutschen Hausmarken, völlig ohne Grund. Dieses Phänomen kennt man ja noch aus der Grundschule.

Beim Erstellen seiner ersten eigenen Gear richtet man sich natürlich in erster Linie an seine Hausmannschaft. Seinem Team. Viele Mannschaften haben ihren einheitlichen Look, aber mit der Zeit entwickeln sich eigene Vorlieben. Sei es Aufgrund von dem, was man auf dem Spielfeld so sieht oder was neu auf den Markt kommt. Und es kommt immer sehr viel Neues auf den Markt.

So ähnlich ist es bei mir. Meine Hausmarke ist Italian Vegetato, aber mein persönlicher Favorit ist A-Tacs. Und so dachte ich mir: Wieso aufs Spielfeld beschränken? Von den meisten Camomustern gibt es mittlerweile Originale in tollen, verschiedenen Stoffarten. Viele Tarnfarben sind ja mittlerweile kommerziell geworden. Zum Beispiel findet sich das US Woodland auch viel in der Freizeit.

Ich liebe A-Tacs! Und was ist mit euch?